Ferienprogramm: Waldmärchen und Baumgesichter

Am 10. August 2021 haben wir zuallererst gemeinsam in der Bücherei ein eigenes Märchen erfunden und uns damit inklusive Bollerwagen auf den Weg in die Nonner Au gemacht. Unterwegs konnten schon verschiedene Baumarten entdeckt werden. Kurz vor dem Ziel brauchten wir dann erstmal dringend eine Pause. Gestärkt zogen wir zum Wassertretbecken an der Hosewasch. Nun wurden aus Ton, Moos, Blättern und Ästen an den umliegenden Bäumen fantastische Gesichter gestaltet. Absolut sehenswert! Aber Achtung! Nicht alle Baumgeister sind freundlich. Manch einer liebt es Schabernack zu treiben.

Hier ist unser Ferienkinder-Märchen „Baumgeister“:

Es waren einmal…
ein Junge und ein Mädchen. Die wohnten in einem kleinen Haus am Rande eines sehr großen, dunklen Waldes. Ihre Eltern waren sehr, sehr arm! Fast jeden Abend mussten die Kinder hungrig ins Bett gehen, weil es einfach nicht genug zu essen oder zu trinken gab. Eines Tages sprachen die Eltern ganz traurig zu ihren Kindern: „ Ihr könnt nicht mehr bei uns bleiben: hier müsstet Ihr verhungern. Geht in den Wald – da findet Ihr zumindest vielleicht ein paar Beeren oder essbare Wurzeln!“ Traurig umarmten die Kinder ihre Eltern ein letztes Mal. Dann gingen sie in den Wald. Die Vögel sangen, die Sonne schien und schon bald entdeckten die Kinder einen Strauch mit köstlichen Himbeeren. Mmh, war das lecker!….
So verging der Tag und im Wald wurde es dunkler und dunkler. Man konnte schließlich kaum noch die eigenen Schuhe sehen. Anfangs fanden die beiden alles noch sehr spannend. Doch dann hörten nach und nach die Vögel auf zu zwitschern. Unheimlich knarrten die alten, knorrigen Bäume. Immer wieder knackte irgendwo ein Zweig. Richtig gruselig war das!!! Zögernd gingen die Kinder weiter, denn sie trauten sich nicht, sich irgendwohin zum Schlafen zu legen. Doch was war das: Da vorne auf der kleinen Waldlichtung leuchtete irgendetwas. Seltsam! Was könnte das denn sein? Ringsherum war es inzwischen doch absolut finster geworden! Neugierig kamen die zwei Kinder näher. Auf dem weichen Waldboden kauerte ein Kater! Der Kater sprach zu den Kindern: „Fürchtet Euch nicht! Ich möchte Euch helfen. Seht ihr die alten Bäume? Wenn Ihr sie achtet, freundlich mit ihnen sprecht, ihnen etwas Gutes tut und dann um Hilfe bittet, dann werden sie Euch gerne mit Rat und Tat zur Seite stehen. Sie vergelten Euch Eure Güte mit einer Goldmünze. Auch ein Geheimversteck kann sich öffnen und Ihr bekommt noch mehr Goldmünzen geschenkt. Manchmal gibt es sogar Edelsteine. Und sie weisen Euch den Weg sicher aus dem dunklen Wald heraus. Doch ich rate Euch: seid freundlich und dennoch auf der Hut. Hier im Wald wohnen ja nicht nur die Pflanzen und Tiere, die Ihr sehen könnt: in vielen Bäumen wohnen hier auch Baumgeister. Manche von denen sind sehr freundlich und helfen Kindern wie Euch, sehr gerne. Aber passt gut auf, manche Baumgeister lieben es Schabernack zu treiben und Menschen absichtlich auf den falschen Weg zu locken…..

Wie geht das Märchen wohl weiter? In unserem erdachten Märchen stoßen die Kinder anschließend noch auf eine Ritterbande, haben noch weitere Schwierigkeiten zu meistern sowie Hindernisse zu überwinden. Und was würde bei Eurem Märchen wohl passieren?
Besucht doch die Baumgeister „in echt“, dichtet das Märchen weiter und bringt uns Euer fertiges Märchen (vielleicht mit einem Foto oder Zeichnung vom verwendeten Baumgeist) bis zum Ende der Sommerferien in der Bücherei vorbei.
In den Herbstferien gibt es dann mit den gesammelten Märchen und den Baumgeisterfotos eine Ausstellung in der Bücherei.
Dann heißt es:….
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

Falls die Eltern der teilgenommenen Künstler:innen noch mehr Fotos sehen oder selbst als Erinnerung haben möchten, dann einfach eine kurze E-Mail senden an: leitung@buechereichenhall.de

Ein dickes und herzliches Dankeschön für die wunderbare Unterstützung geht an Ina, Reni und Renate!